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„Du hast gewonnen“: Das falsche Gewinnspiel per Anruf oder SMS, bei dem du zahlen sollst

Ein Anruf oder eine SMS: Du hast ein Gewinnspiel, ein Handy oder einen Gutschein gewonnen und musst nur eine kleine Gebühr zahlen oder deine Kartendaten angeben. Das ist Betrug. So erkennst du ihn und das tust du, wenn du schon Daten herausgegeben hast.

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„Du hast gewonnen“: Das falsche Gewinnspiel per Anruf oder SMS, bei dem du zahlen sollst

„Herzlichen Glückwunsch! Sie wurden ausgewählt, ein iPhone zu erhalten.“ „Sie haben einen Gutschein über 500 Euro gewonnen.“ „Ihre Nummer wurde bei unserer Jahresverlosung gezogen.“ Manchmal kommt das per SMS mit Link, manchmal ruft eine fröhliche Stimme an, manchmal ist es eine WhatsApp-Nachricht im Namen einer Supermarktkette oder eines Mobilfunkers. Und immer gibt es einen Haken: Um den Gewinn zu bekommen, sollst du etwas zahlen oder deine Kartendaten angeben. Ein echter Gewinn kostet dich nichts. Wer für einen Preis Geld verlangt, verkauft dir nichts als einen Betrug.

Wie funktioniert der Gewinnspielbetrug?

Es gibt zwei Hauptvarianten:

  • Die kleine Gebühr. Du sollst auf einen Link tippen, ein paar Fragen beantworten („Wie zufrieden sind Sie mit uns?“) und dann 1 oder 2 Euro „Versandkosten“ zahlen, mit vollständigen Kartendaten. Die paar Euro sind egal: Die Täter wollen deine Kartendaten, manchmal auch den Freigabecode der Bank. Oft steckt im Kleingedruckten auch ein teures Abo.
  • Der große Gewinn. Eine angebliche Lotterie, ein Notar oder ein Anwalt ruft an: Du hast Zehntausende Euro, ein Auto oder eine Reise gewonnen. Um den Gewinn freizugeben, sollst du vorab Gebühren, Steuern, Notar- oder Zollkosten zahlen, per Überweisung, Geldtransfer oder Gutscheinkarten. Nach der ersten Zahlung kommt die zweite.

Warum wirkt das glaubwürdig?

  • Bekannte Marken. Die Täter nutzen Namen und Logos von Handelsketten, Mobilfunkern oder Paketdiensten.
  • Kleine Beträge. Bei 1,95 Euro denkt niemand zweimal nach.
  • Zeitdruck. „Nur noch 3 Geräte verfügbar“, „Ihr Gewinn verfällt in 10 Minuten“.
  • Gefälschte Kommentare unter dem Gewinnspiel, die von glücklichen Gewinnern erzählen.
  • Persönliche Ansprache. Dein Name stammt meist aus einem Datenleck.

Was sind die Warnsignale?

  • Du hast an keinem Gewinnspiel teilgenommen.
  • Du sollst etwas zahlen, um einen Preis zu bekommen: Versand, Gebühren, Steuern, Bearbeitung.
  • Du sollst Kartendaten oder einen Bankcode angeben.
  • Der Link führt nicht zur offiziellen Website der Marke.
  • Zahlung per Gutscheinkarte, Krypto oder Geldtransfer.
  • Ein ausländischer „Notar“ oder eine „internationale Lotterie“, von der du nie gehört hast.
  • Geheimhaltung: „Erzählen Sie niemandem davon, bis der Gewinn ausgezahlt ist.“

Was tust du, wenn du gerade angerufen oder angeschrieben wurdest?

  1. Tipp nicht auf den Link und gib keine Daten ein.
  2. Leg auf, wenn jemand anruft. Du musst nichts erklären.
  3. Zahl nichts, auch keine „kleinen“ Beträge.
  4. Prüf es selbst: Glaubst du, du könntest wirklich gewonnen haben, ruf das Unternehmen über die Nummer auf seiner offiziellen Website an, die du selbst eintippst.
  5. Melde die Nachricht: SMS und Anrufe bei der Meldestelle Rufnummernmissbrauch der RTR; unerbetene Werbe-SMS und Werbeanrufe kannst du beim Fernmeldebüro anzeigen.
  6. Blockier die Nummer.

Und wenn du schon gezahlt oder deine Kartendaten angegeben hast?

  1. Ruf sofort deine Bank an, über die Nummer auf der Rückseite deiner Karte, und lass die Karte sperren. Sag auch, ob du einen Freigabecode bestätigt hast.
  2. Prüf deine Umsätze in den nächsten Wochen. Abos zeigen sich oft erst später als monatliche Abbuchung.
  3. Hast du ein Abo abgeschlossen, kündige es schriftlich und hol dir Rat bei der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer oder beim VKI.
  4. Hast du Gebühren für einen „großen Gewinn“ gezahlt, zahl nichts mehr nach.
  5. Sichere Beweise: SMS, Link, Screenshots, Belege.

Wo erstattest du Anzeige?

Häufige Fragen

Und wenn ich wirklich an einem Gewinnspiel dieser Marke teilgenommen habe? Dann prüf es über die offizielle Website oder den Kundendienst des Unternehmens, nicht über den Link oder die Nummer aus der Nachricht. Seriöse Veranstalter verlangen für die Auszahlung kein Geld.

Es waren nur 1,95 Euro. Muss ich mir Sorgen machen? Ja: Das Problem sind nicht die 1,95 Euro, sondern dass die Täter jetzt deine vollständigen Kartendaten haben. Lass die Karte sperren.

Jemand von der „Lotterie“ hat angerufen und gesagt, ich hätte gewonnen. Echte Lotterien wie die Österreichischen Lotterien rufen nicht überraschend an, um Gebühren zu kassieren. Gewonnen hat nur, wer gespielt hat, und den Gewinn holst du dir über die offiziellen Wege ab. Leg auf.

Woher kennen sie meinen Namen? Meist aus Datenlecks oder gekauften Listen. Das macht die Nachricht nicht echter.

Kurz gesagt

Gewinne, für die du zahlen sollst, sind keine Gewinne. Nicht auf den Link tippen, keine Kartendaten, nichts zahlen. Ist es schon passiert: Karte sperren, Umsätze prüfen, Anzeige erstatten und bei RTR und Watchlist Internet melden. Melde die Nummer auch im Verzeichnis der Spam-Nummern von NoCall.

N
Von NoCall-Team
NoCall-Redaktion
4 Min. Lesezeit
#Gewinnspielbetrug#falscher Gewinn#Gewinnbenachrichtigung#Gutschein#Smishing#Versandkosten

Quellen und Prüfung

Geprüft:

Nummerierung, Anbieterwerkzeuge und Meldeverfahren können sich ändern. Prüfen Sie sensible Schritte bei der verlinkten offiziellen Stelle.

Artikeldetails

Redaktionelle Inhalte, von NoCall geprüft, mit praktischem Kontext zum Erkennen verdächtiger Anrufe und Nachrichten.

Autor: NoCall-Team4 Min. Lesezeit

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