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Gefälschte Strafe per SMS: offene Maut, Parkstrafe oder Radarstrafe – so prüfst du es

Du bekommst ein SMS über eine offene Verkehrsstrafe, Maut oder Vignette, mit Link zum schnellen Bezahlen. Das ist Smishing. So erkennst du die Fälschung, so prüfst du, ob du wirklich eine Strafe hast, und das tust du, wenn du schon gezahlt hast.

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Gefälschte Strafe per SMS: offene Maut, Parkstrafe oder Radarstrafe – so prüfst du es

„Sie haben eine offene Mautgebühr. Zahlen Sie heute, um eine Strafe zu vermeiden.“ Oder: „Ihre Verwaltungsstrafe ist fällig, letzte Frist.“ Dazu ein Link. Das ist ein gefälschtes Straf-SMS, eine der Smishing-Maschen, die in Österreich immer wiederkehren. Der Absender ist mal die ASFINAG, mal „die Polizei“, eine Parkraumüberwachung oder eine ausländische Mautgesellschaft, wenn du kürzlich im Urlaub warst. Das Ziel ist immer dasselbe: deine Kartendaten und der Freigabecode deiner Bank.

Wie funktioniert der Betrug?

  1. Die Nachricht. Ein SMS, eine E-Mail oder eine WhatsApp-Nachricht über eine offene Strafe, eine unbezahlte Maut, eine abgelaufene Vignette oder eine Radarstrafe.
  2. Der Druck. „Heute letzter Tag“, „danach verdoppelt sich der Betrag“, „Ihr Kennzeichen wird gesperrt“.
  3. Der Link. Er führt zu einer Seite, die einer Behörde oder der ASFINAG täuschend ähnlich sieht. Du sollst dein Kennzeichen eingeben, dann deine Kartendaten.
  4. Das Abkassieren. Der Betrag ist oft klein, aber mit deinen Kartendaten und dem Freigabecode buchen die Täter danach viel mehr ab.

Die Kampagnen nutzen, dass wirklich viele Menschen Strafen, Maut oder Parkgebühren zahlen, und dass niemand eine echte Strafe gern verpasst.

Woran erkennst du das gefälschte SMS?

  • Es verlangt eine Zahlung über einen Link. Echte Verkehrsstrafen in Österreich kommen in der Regel schriftlich, etwa als Anonymverfügung oder Strafverfügung der Bezirkshauptmannschaft, des Magistrats oder der Landespolizeidirektion, mit Zahlungsinformationen im Schreiben selbst. Am Fahrzeug kann auch ein Organmandat hinterlegt sein. Ein unerwartetes SMS mit Bezahllink gehört nicht dazu.
  • Die Domain stimmt nicht. Adressen mit Bindestrichen oder Zusätzen („asfinag-zahlung“, „strafe-bezahlen“), seltsamen Endungen oder Linkverkürzern.
  • Ultimaten von wenigen Stunden. Behörden arbeiten mit Fristen, die im Schreiben stehen, nicht mit Countdowns.
  • Keine konkreten Daten. Kein Ort, keine Uhrzeit, keine Geschäftszahl – oder Daten, die nicht zu dir passen.
  • Der Absender beweist wenig. Laut einer Presseinformation der RTR vom 16. Oktober 2026 dürfen in Österreich nur noch freigeschaltete textbasierte Absenderkennungen verwendet werden. Ein vertrauter Name ist trotzdem kein Beweis; entscheidend ist, was die Nachricht von dir will.

Die ASFINAG warnt selbst vor Phishing-Mails, Fake-SMS und Fake-Shops in ihrem Namen.

Wie prüfst du, ob du wirklich eine Strafe hast?

  1. Tipp nicht auf den Link. Schließ die Nachricht.
  2. Schau in deine Post. Echte Strafen kommen schriftlich. Hast du eine, steht darin, wer sie ausgestellt hat und wie du zahlst.
  3. Für Maut und Vignette: Geh selbst auf die offizielle Website der ASFINAG oder öffne die offizielle App, die du aus dem App-Store geladen hast. Eine digitale Vignette kaufst du nur dort oder bei offiziellen Vertriebsstellen.
  4. Für Strafen aus dem Ausland: Hattest du einen Mietwagen oder warst du auf ausländischen Mautstraßen unterwegs, prüf direkt bei der Mietwagenfirma oder auf der offiziellen Website des Mautbetreibers, die du selbst eintippst.
  5. Im Zweifel ruf die Behörde an, die im Schreiben genannt ist, unter einer Nummer, die du selbst herausgesucht hast.

Was tust du, wenn du die Karte schon eingegeben hast?

  1. Ruf sofort deine Bank an und lass die Karte sperren. Sag auch, ob du einen Freigabecode bestätigt hast.
  2. Behalte deine Umsätze im Auge, auch in den nächsten Wochen.
  3. Hast du per Überweisung gezahlt, informier trotzdem die Bank: Die Möglichkeiten sind begrenzter, aber je früher sie es weiß, desto besser.
  4. Sichere Beweise: das SMS, den Link, Screenshots der Seite, Zahlungsbelege.

Wo zeigst du es an?

Häufige Fragen

Verschicken Behörden oder die ASFINAG überhaupt SMS? Manche Dienste schicken Bestätigungen oder Erinnerungen, wenn du selbst etwas bei ihnen gekauft oder dich dafür angemeldet hast. Eine unerwartete Zahlungsaufforderung mit Link ist aber immer ein Grund, selbst über den offiziellen Weg nachzusehen.

Ich hab wirklich eine Strafe offen und das SMS passt dazu. Kann es echt sein? Ein Zufallstreffer ist bei so vielen Empfängern leicht. Zahl nur über die Angaben im offiziellen Schreiben.

Ich hab nur den Link angetippt und nichts eingegeben. Bin ich in Gefahr? In der Regel nicht. Schließ die Seite, lösch die Nachricht und halt dein Handy aktuell. Hast du etwas heruntergeladen, deinstallier es.

Und wenn es per E-Mail oder WhatsApp kommt? Gleiche Regel: nicht über den Link zahlen, selbst über den offiziellen Weg prüfen.

Kurz gesagt

Echte Strafen kommen schriftlich, mit Geschäftszahl und offiziellen Zahlungsangaben, nicht als SMS mit Link und Countdown. Nicht tippen, selbst prüfen, im Zweifel bei der zuständigen Behörde nachfragen. Hast du die Karte eingegeben: sofort sperren lassen und Anzeige erstatten. Melde die Nummer im Verzeichnis der Spam-Nummern von NoCall.

N
Von NoCall-Team
NoCall-Redaktion
4 Min. Lesezeit
#gefälschte Strafe#Maut-SMS#ASFINAG-Phishing#Parkstrafe#Smishing#Anonymverfügung

Quellen und Prüfung

Geprüft:

Nummerierung, Anbieterwerkzeuge und Meldeverfahren können sich ändern. Prüfen Sie sensible Schritte bei der verlinkten offiziellen Stelle.

Artikeldetails

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Autor: NoCall-Team4 Min. Lesezeit

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