Mit unterdrückter Nummer anrufen: So versteckst du deine Rufnummer
Du willst deine Nummer bei einem Anruf verbergen – nur dieses eine Mal oder dauerhaft. Wir erklären den Code #31#, die Einstellungen auf iPhone und Android und die ehrlichen Grenzen des anonymen Anrufens.

Du willst auf eine Kleinanzeige antworten, bei einem Geschäft anrufen oder jemanden kontaktieren, den du überhaupt nicht kennst – und dir wäre lieber, dass deine Nummer weder auf dem Display noch in der Anrufliste der anderen Person landet. Das ist ein legitimes Bedürfnis, und das Telefonnetz sieht es ab Werk vor: Du kannst deine Nummer für einen einzelnen Anruf mit einem simplen Code unterdrücken – oder dauerhaft über die Einstellungen des Telefons. Wir zeigen, wie das auf dem Handy und im Festnetz geht, und auch das, was kaum jemand erklärt: was du mit der Unterdrückung wirklich erreichst und was nicht.
Wie unterdrücke ich meine Nummer nur für einen Anruf?
Der schnellste Weg braucht keine Einstellung: Setz #31# vor die Nummer, die du wählen willst. Um zum Beispiel anonym die 0171 2345678 anzurufen, wählst du #31#01712345678 und drückst auf Anrufen. Wer den Anruf bekommt, sieht "Unterdrückt", "Privat" oder "Unbekannt" statt deiner Nummer.
Dieser Code ist ein Standard der GSM-Netze und funktioniert in Deutschland bei den großen Anbietern, auf Android genauso wie auf dem iPhone. Er gilt nur für diesen einen Anruf: Der nächste, den du normal wählst, zeigt deine Nummer wieder an. Das ist die ideale Option für den gelegentlichen Einsatz – den häufigsten Fall: einen Fremden anrufen, ohne ihm deine Nummer zu schenken.
Ein praktisches Detail: Wenn du den Kontakt gleich mit Präfix speicherst (zum Beispiel "Anzeige Sofa" mit der Nummer #31#01712345678), gehen alle Anrufe an diesen Kontakt unterdrückt raus, ohne dass du dir den Code merken musst.
Wie unterdrücke ich meine Nummer dauerhaft?
Wenn alle deine Anrufe ohne Rufnummernanzeige rausgehen sollen, sitzt die Einstellung in der Anrufkonfiguration des Telefons. Die Option gibt es auf beiden Systemen, nur die Wege unterscheiden sich:
| Gerät | So versteckst du die Nummer |
|---|---|
| iPhone | Einstellungen → Telefon → Meine Anrufer-ID senden → deaktivieren. Fehlt die Option, verwaltet dein Anbieter die Unterdrückung über seine App oder den Kundenservice. |
| Android | Telefon-App → Einstellungen → Anrufkonten (oder "Weitere Einstellungen" / "Anrufeinstellungen") → Anrufer-ID → "Nummer unterdrücken". Der genaue Weg variiert je nach Hersteller (Samsung, Xiaomi und Pixel nutzen ähnlich benannte Menüs). |
| Festnetz | Je nach Anbieter: Die meisten erlauben die dauerhafte Unterdrückung über den Kundenservice oder das Kundenportal. An vielen Festnetzanschlüssen funktioniert auch das Präfix #31# pro Anruf. |
Mit aktivierter Dauer-Unterdrückung kehrt sich die Logik um: Willst du bei einem bestimmten Anruf deine Nummer doch zeigen, setz *31# vor die Nummer. Das ist der Spiegel-Code zu #31# und ebenfalls GSM-Standard.
Was ist besser? Für die meisten ist die Unterdrückung pro Anruf mit #31# praktischer: Du versteckst dich, wenn du es brauchst, und der Rest deiner Anrufe bleibt identifizierbar – das vermeidet das Problem aus dem nächsten Abschnitt.
Geht überhaupt jemand ran, wenn ich anonym anrufe?
Jetzt kommt der ehrliche Teil, den du kennen solltest, bevor du irgendetwas aktivierst: Immer mehr Menschen schalten anonyme Anrufe stumm oder blockieren sie komplett. Sowohl iPhone als auch Android bringen Optionen mit, die jeden Anruf ohne Rufnummer in die Mailbox schicken – und viele haben sie genau wegen Spam und Belästigung aktiviert. Wir erklären das aus Sicht der Empfänger in Anrufe mit unterdrückter Nummer: Wer ruft mich an?.
In der Praxis heißt das: Anonym anzurufen senkt die Wahrscheinlichkeit, dass jemand abnimmt – vor allem bei Privatpersonen. Wenn du auf eine Anzeige anrufst und niemand rangeht, hat dein Anruf womöglich nicht einmal geklingelt. Außerdem kann dich die Person nicht zurückrufen, selbst wenn sie will: Sie hat keine Nummer, die sie wählen könnte. Bei Anliegen, bei denen du eine Antwort erwartest, überleg dir, ob es sich lohnt.
Ist es legal, mit unterdrückter Nummer anzurufen?
Die eigene Nummer zu unterdrücken ist eine legale und legitime Funktion des Telefonnetzes, die genau dafür gedacht ist, deine Privatsphäre zu schützen. Sie als Privatperson zu nutzen, um auf eine Anzeige, bei einem Geschäft oder für ein einmaliges Anliegen anzurufen, ist völlig unproblematisch.
Es gibt allerdings zwei wichtige Grenzen:
- Unternehmen dürfen bei Werbeanrufen ihre Nummer nicht unterdrücken. In Deutschland ist die Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen verboten. Wenn dich Werbung von einer unterdrückten Nummer erreicht, verstößt diese Firma bereits gegen die Regeln – ein Grund mehr, misstrauisch zu sein. Welche Werbe-Nummern am häufigsten gemeldet werden, siehst du in unserem Spam-Nummern-Verzeichnis.
- Was mit sichtbarer Nummer illegal ist, bleibt es auch unterdrückt. Die Unterdrückung macht Belästigung, Drohungen oder wiederholte "Scherzanrufe" nicht akzeptabel.
Macht mich die Unterdrückung anonym?
Nein – und das ist das gefährlichste Missverständnis rund um #31#. Die Unterdrückung wirkt nur gegenüber dem Angerufenen: Sein Telefon bekommt deine Nummer nicht. Das Netz aber weiß sehr genau, wer wen anruft: Dein Anbieter registriert Ursprung und Ziel jedes Anrufs, unterdrückt oder nicht.
Das bedeutet: Wenn jemand die unterdrückte Nummer nutzt, um wiederholt zu belästigen, zu drohen oder zu stören, kann das Opfer Anzeige erstatten, und die Anbieter können den Ursprung dieser Anrufe identifizieren und den Behörden mitteilen. Dieses Verfahren existiert und wird genutzt; wir beschreiben es im Detail in anonyme Belästigungsanrufe: so zeigst du sie an. #31# schützt deine Privatsphäre gegenüber einem Fremden – es schützt dich nicht vor den Folgen eines Missbrauchs.
Übrigens: #31# ist nur einer von mehreren Standard-Codes, die dein Telefon versteht. Wenn dich das neugierig macht, findest du den Rest in Geheimcodes fürs Handy, die wirklich funktionieren.
Häufige Fragen
Funktioniert #31# bei allen Anbietern? Bei den großen deutschen Anbietern ja, denn es ist ein GSM-Standard. Auf manchen Anschlüssen (vor allem Festnetz oder VoIP) kann er fehlen; wenn er nicht funktioniert, frag deinen Anbieter, wie du die Unterdrückung verwaltest. Das Menü "Meine Anrufer-ID senden" bzw. "Anrufer-ID" im Telefon funktioniert unabhängig davon fast überall.
Kostet die Unterdrückung etwas? Nein. Sowohl der Code #31# als auch die dauerhafte Einstellung sind kostenlose Netzfunktionen.
Kann ich meine Nummer auch bei SMS oder WhatsApp verbergen? Nein. Die Unterdrückung gilt für Sprachanrufe. Eine SMS trägt immer deine Nummer, und WhatsApp ist konstruktionsbedingt an deine Nummer gebunden.
Ich habe die Dauer-Unterdrückung aktiv – wie zeige ich meine Nummer einmalig? Wähle *31# gefolgt von der Nummer. Dieser Anruf geht identifiziert raus; alle anderen bleiben unterdrückt.
Kann die angerufene Person meine Nummer mit einer App herausfinden? Nein. Ist die Unterdrückung aktiv, erreicht deine Nummer ihr Telefon nie, und keine App kann anzeigen, was nicht ankommt. Nur der Netzbetreiber kann den Ursprung identifizieren – und gibt ihn nur bei einer Anzeige an die Behörden weiter.
Fazit
Deine Nummer zu verstecken ist einfach und legitim: #31# vor der Nummer für einen einzelnen Anruf, die Anrufer-ID-Einstellung für die Dauerlösung und *31#, um dich einmalig zu zeigen, wenn du sonst immer anonym unterwegs bist. Nutz es, um deine Privatsphäre gegenüber Fremden zu schützen – und kenn die Grenzen: Viele nehmen anonyme Anrufe gar nicht mehr an, Firmen dürfen sich nicht dahinter verstecken, und bei Missbrauch weiß das Netz genau, wer anruft.
Und wenn dein Problem das umgekehrte ist – dass dich unbekannte Nummern anrufen –, kostet die Prüfung Sekunden: Such die Nummer im Spam-Nummern-Verzeichnis von NoCall und schau, ob andere Nutzer sie schon markiert haben. Stört dich eine Nummer, melde sie: Jede Warnung hilft dem Nächsten.
Artikeldetails
Redaktionelle Inhalte, von NoCall geprüft, mit praktischem Kontext zum Erkennen verdächtiger Anrufe und Nachrichten.
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