SMS-SpamRatgeber

Spam-SMS stoppen: Blockieren und Filtern auf jedem Handy

Gefälschte Paketnachrichten, falsche Bankwarnungen und aggressive Werbung per SMS nehmen zu. So filtern, blockieren und melden Sie unerwünschte Kurznachrichten richtig.

N
Von NoCall-Team
NoCall-Redaktion
3 Min. Lesezeit
Spam-SMS stoppen: Blockieren und Filtern auf jedem Handy
#Spam-SMS#Smishing#blockieren#filtern#Paketbetrug#NCSC

«Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden. Bestätigen Sie hier Ihre Adresse.» Solche SMS erhalten in der Schweiz inzwischen fast alle – oft von Absendern, die sich als Post, Zoll oder Bank ausgeben. Daneben gibt es klassische Werbe-SMS für Kredite, Casinos oder Abos. Zum Glück lassen sich unerwünschte Kurznachrichten auf jedem modernen Smartphone filtern und blockieren, und verdächtige Nachrichten können Sie an offizielle Stellen melden.

Wie Spam-SMS in der Schweiz aussehen

Grundsätzlich gibt es zwei Sorten: lästige Werbung und gefährlichen Betrug. Werbe-SMS stammen meist von Firmen, die Ihre Nummer aus Gewinnspielen oder Adresshändlern haben. Betrügerische Nachrichten (Smishing) dagegen geben sich als vertrauenswürdige Absender aus – die Schweizerische Post, die Zollverwaltung, Ihre Bank oder sogar ein Familienmitglied mit «neuer Nummer».

Die Betrugs-SMS enthalten fast immer einen Link und erzeugen Zeitdruck: ein Paket warte auf Sie, Ihr Konto werde gesperrt, eine Zahlung sei überfällig. Genau dieser Link ist die Falle – er führt auf gefälschte Webseiten, die Login-Daten oder Kreditkartennummern abgreifen. Merken Sie sich: Seriöse Stellen verlangen per SMS niemals Passwörter, Codes oder Kartendaten.

Filtern auf dem iPhone

Apple bietet einen eingebauten SMS-Filter:

  1. Öffnen Sie EinstellungenNachrichten.
  2. Aktivieren Sie Unbekannte Absender filtern. Nachrichten von Nummern, die nicht in Ihren Kontakten stehen, landen dann in einer separaten Liste.
  3. Einzelne Absender blockieren Sie, indem Sie die Nachricht öffnen, oben auf die Nummer tippen, auf Info gehen und Anrufer blockieren wählen.

Zusätzlich können Sie unter EinstellungenNachrichtenSpamfilter Apps von Drittanbietern einbinden, die unerwünschte Nachrichten automatisch erkennen. Prüfen Sie ab und zu den Ordner mit unbekannten Absendern, damit Ihnen keine legitime Nachricht entgeht – etwa ein Termin vom Arzt.

Filtern auf Android

Auf Android hängt der genaue Weg von Hersteller und Nachrichten-App ab, das Prinzip ist überall gleich:

  • Öffnen Sie die Nachrichten-App und tippen Sie auf das Menü (drei Punkte oder Ihr Profilbild).
  • Wählen Sie Einstellungen und aktivieren Sie den Spamschutz. Verdächtige Nachrichten werden dann automatisch in den Spam-Ordner einsortiert.
  • Einzelne Nummern sperren Sie, indem Sie die Unterhaltung lange antippen und Blockieren wählen – meist mit der Option, die Nummer gleichzeitig als Spam zu melden.

Viele Hersteller wie Samsung ergänzen eigene Filter. Eine Sperr-App wie NoCall kann zusätzlich helfen, bekannte Betrugsnummern schon beim Eingang zu erkennen, bevor Sie die Nachricht überhaupt öffnen.

Bei Werbe-SMS liegt die Versuchung nahe, mit «STOP» zu antworten oder auf einen Abmeldelink zu tippen. Bei seriösen Schweizer Absendern funktioniert das meist. Bei unbekannten oder verdächtigen Absendern raten wir davon ab: Jede Antwort bestätigt den Spammern, dass Ihre Nummer aktiv ist – und die Spamflut kann danach sogar zunehmen.

Bei klar betrügerischen Nachrichten gilt: Nicht antworten, nicht auf Links tippen, keine Anhänge öffnen. Löschen Sie die Nachricht einfach, nachdem Sie sie gemeldet haben (siehe unten). Wenn Sie unsicher sind, ob eine Nachricht echt ist – etwa eine angebliche Mitteilung Ihrer Bank –, öffnen Sie die offizielle App des Unternehmens oder rufen Sie die bekannte Nummer an. Niemals den Link aus der SMS verwenden.

Melden statt nur löschen

Jede Meldung hilft, die Betrüger zu stoppen:

  • Nationales Zentrum für Cybersicherheit (NCSC): Verdächtige Nachrichten melden Sie auf antiphishing.ch oder über das Meldeformular auf report.ncsc.admin.ch. Wenn der Absender aus der Schweiz stammt, kann er so identifiziert und den Behörden übergeben werden.
  • Ihr Anbieter: Swisscom, Sunrise und Salt nehmen Spam-Meldungen entgegen und nutzen sie für ihre Netzfilter. Fragen Sie beim Kundendienst nach dem richtigen Meldeweg.
  • Mehrwertdienste: Erhalten Sie unerwünschte Nachrichten von Kurznummern oder 090x-Nummern, können Sie sich an das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) wenden, das für den Nummernmissbrauch zuständig ist.

Machen Sie vor dem Löschen einen Screenshot mit sichtbarem Absender und Datum – das erleichtert die Meldung und dient als Beleg, falls Kosten entstanden sind.

Fazit

Spam-SMS lassen sich mit den Bordmitteln von iPhone und Android wirksam filtern, und einzelne Absender sind in Sekunden blockiert. Der wichtigste Schutz bleibt Ihr Verhalten: keine Links aus unerwarteten Nachrichten öffnen, keine Daten preisgeben und Verdächtiges an das NCSC melden. So schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern helfen mit, die Maschen für alle trockenzulegen.

Quellen und Prüfung

Geprüft:

Nummerierung, Anbieterwerkzeuge und Meldeverfahren können sich ändern. Prüfen Sie sensible Schritte bei der verlinkten offiziellen Stelle.

Artikeldetails

Redaktionelle Inhalte, von NoCall geprüft, mit praktischem Kontext zum Erkennen verdächtiger Anrufe und Nachrichten.

Autor: NoCall-Team3 Min. Lesezeit

Einen verdächtigen Anruf erhalten?

Schlage die Nummer in NoCall nach, bevor du Daten weitergibst, zurückrufst oder einen Link anklickst.

Suche eine Telefonnummer oder einen Unternehmensnamen (Swisscom, Swisscom und Sunrise...), um zu prüfen, ob sie als Spam gemeldet wurde.