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«Sie haben gewonnen»: das falsche Gewinnspiel per Anruf oder SMS, bei dem du zuerst zahlen sollst

Ein Anruf oder eine SMS: Du hast ein Handy, einen Gutschein oder einen Geldpreis gewonnen und musst nur noch eine kleine Gebühr zahlen oder deine Kartendaten angeben. Das ist Betrug. So erkennst du ihn und das tust du, wenn du deine Daten schon herausgegeben hast.

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«Sie haben gewonnen»: das falsche Gewinnspiel per Anruf oder SMS, bei dem du zuerst zahlen sollst

«Herzliche Gratulation! Sie wurden als Gewinner eines iPhone ausgewählt. Zahlen Sie nur CHF 2.– Versandkosten.» Oder ein Anruf: Eine fröhliche Stimme verkündet, du hättest bei einer Verlosung einen Geldpreis, eine Reise oder einen Einkaufsgutschein gewonnen. Damit der Gewinn ausgezahlt wird, brauche es nur noch eine «Bearbeitungsgebühr», deine Kartendaten oder ein paar persönliche Angaben. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnt vor solchen betrügerischen Gewinnspielen. Ein echter Gewinn kostet dich nichts.

Wie funktioniert der Gewinnspielbetrug?

Es gibt drei häufige Formen:

  • Die Kleinbetrags-Falle. Eine SMS, eine WhatsApp-Nachricht oder ein Social-Media-Beitrag im Namen eines bekannten Detailhändlers, Telekomanbieters oder einer Marke. Du sollst eine kurze Umfrage ausfüllen und dann ein paar Franken «Versandkosten» per Karte bezahlen. Dahinter steckt oft ein verstecktes Abo mit wiederkehrenden Belastungen, oder deine Kartendaten werden für grössere Beträge missbraucht.
  • Der Vorschuss. Am Telefon oder per Brief erfährst du von einem grossen Gewinn, etwa aus einer ausländischen Lotterie. Vor der Auszahlung sollst du Gebühren, Steuern oder Notarkosten überweisen. Das BACS nennt das Vorschussbetrug: Der Gewinn kommt nie.
  • Der Datensammler. Du sollst Name, Adresse, Geburtsdatum und Bankangaben «zur Gewinnübermittlung» nennen. Die Daten werden für weitere Betrügereien oder Werbeanrufe genutzt.

Warum wirkt das glaubwürdig?

  • Bekannte Namen und Logos, die kopiert werden.
  • Kleine Beträge, bei denen niemand lange überlegt.
  • Echte Gewinnspiele gibt es: Viele Firmen verlosen tatsächlich Preise, und manche Menschen haben irgendwo mitgemacht.
  • Zeitdruck: «Nur noch 10 Minuten, sonst geht der Preis an die nächste Person.»

Was sind die Warnsignale?

  • Du hast an keinem Gewinnspiel teilgenommen.
  • Du sollst etwas zahlen, um einen Gewinn zu erhalten.
  • Kartendaten, Codes oder Ausweiskopien werden verlangt.
  • Ein Link führt nicht auf die offizielle Website der genannten Firma.
  • Ausländische Lotterien, von denen du nie gehört hast.
  • Kettenbriefe: «Teile das mit 20 Freunden, um teilzunehmen.»

Was tue ich, wenn ich gerade angerufen oder angeschrieben wurde?

  1. Leg auf oder lösche die Nachricht. Klicke auf keinen Link und leite das Gewinnspiel nicht an deine Kontakte weiter.
  2. Zahle nichts und gib keine Kartendaten, Codes oder persönlichen Angaben heraus.
  3. Prüfe selbst: Wenn dich das Gewinnspiel einer bekannten Firma interessiert, suche es auf ihrer offiziellen Website oder frag über deren Kundendienst nach.
  4. Blockiere und melde die Nummer.

Und wenn ich schon gezahlt oder meine Kartendaten angegeben habe?

  1. Ruf sofort deinen Kartenherausgeber oder deine Bank an über die Nummer auf der Karte und lass die Karte sperren. So stoppt auch ein verstecktes Abo.
  2. Prüfe deine Kartenbelastungen in den kommenden Wochen, auch auf wiederkehrende Kleinbeträge.
  3. Bei einem untergeschobenen Abo empfiehlt das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) laut BACS, dem Anbieter sofort per eingeschriebenem Brief mitzuteilen, dass du keinen Vertrag gewollt hast. Unlautere Geschäftspraktiken kannst du dem SECO melden.
  4. Hast du einen Vorschuss überwiesen, kontaktiere sofort deine Bank. Zahle auf keinen Fall weitere Gebühren.

Wo erstatte ich Anzeige?

  • Strafanzeige bei der Kantonspolizei, besonders wenn du Geld verloren hast. Den nächsten Posten findest du über Suisse ePolice.
  • Meldung ans BACS über das Meldeformular.

Häufige Fragen

Und wenn ich wirklich an einem Gewinnspiel dieser Marke teilgenommen habe? Dann prüfe den Gewinn direkt bei der Firma, über ihre offizielle Website oder Hotline. Seriöse Veranstalter verlangen keine Gebühren und keine Kartendaten, um einen Preis zu übergeben.

Es waren nur zwei Franken. Muss ich mir Sorgen machen? Ja, wegen der Kartendaten, nicht wegen der zwei Franken. Lass die Karte sperren und prüfe deine Abrechnungen.

Woher kennen sie meinen Namen? Aus Datenlecks, öffentlichen Verzeichnissen oder früheren Teilnahmen an zweifelhaften Gewinnspielen. Das macht die Nachricht nicht echter.

Zusammengefasst

Ein Gewinn, für den du zuerst zahlen sollst, ist kein Gewinn. Zahle nichts, gib keine Kartendaten heraus, prüfe direkt bei der Firma, und hast du schon bezahlt, lass die Karte sperren und erstatte Anzeige. Melde die Nummer im Verzeichnis der Spam-Nummern von NoCall.

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Von NoCall-Team
NoCall-Redaktion
3 Min. Lesezeit
#betrügerische Gewinnspiele#falscher Gewinn#Gutschein#Vorschussbetrug#Smishing#Vishing

Quellen und Prüfung

Geprüft:

Nummerierung, Anbieterwerkzeuge und Meldeverfahren können sich ändern. Prüfen Sie sensible Schritte bei der verlinkten offiziellen Stelle.

Artikeldetails

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Autor: NoCall-Team3 Min. Lesezeit

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